Wiibli ond Mandli

Geschlechterakrobatik nach Appenzeller Manier

Thomas Aeschbacher begrüsst

Ein Mann «wie Eisen»?
Eine Frau, «so zierlich und manierlich»?
Was sollen uns denn diese verstaubten Volksliedtexte überhaupt noch erzählen?
Und was verraten sie über unser heutiges Verständnis von Männlichkeit und Weiblichkeit?
Für «Wiibli ond Mandli» hat Melanie Dörig im Archiv des Roothuus Gonten alte Lieder ausgegraben, nach Melodien geforscht, Texte transkribiert und analysiert. Fündig wurde sie unter anderem im Liederbüchlein von Maria Josepha Barbara Brogerin (1730), im Nachlass der Böhlmeedle (um 1850) und in der Liedersammlung Albertina Broger (um 1870). Gemeinsam mit Meinrad Koch ist daraus eine Performance entstanden, die längst vergessene Lieder zum Erklingen bringt und gleichzeitig den Sprung ins Heute schafft.

Melanie Dörig und Meinrad Koch packen mit Appenzeller Volksliedern das ganze Theater ums Frau- und Mannsein an. Hier wird Traditionelles präsentiert, Überliefertes demontiert und Neues kreiert. Die beiden Ex-Mitglieder des Hitzigen Appenzeller Chors brechen auf spielerische Weise und mit viel Jodel, Klavier und in Tracht tradierte Geschlechterrollen auf und stellen eine Menge neuer Fragen zu alten Liedern.
In «Wiibli ond Mandli» wird gejuchzt, gesummt, gezankt, gestreichelt, geneckt, gejohlt, gesungen und geflucht. Und das alles in träfstem Innerrhoder Dialekt.

Ende: ca. 21.15 Uhr, ohne Pause

Spiel, Gesang und Regie:
Melanie Dörig
Meinrad Koch


Preise:
Einheitspreis
CHF 36
Freier Verkauf (ab 17.8.) + Abos:
Abo GAT
Wahlabo



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