Kassandra und keine mehr

Inspiriert von Christa Wolf

Schauspiel

Wieder steht Kassandra vor den Löwen. Vor Klytaimnestra. Ohne Furcht und mit einer Vision. Kassandra hat es kommen sehen. «Wer lebt, wird sehen. Und wer sehen wird, kann wirken.»

Was wäre, wenn Kassandras Vision mehr als 2000 Jahre später auf offene Ohren stiesse? Was, wenn die Frauen Gleichberechtigung statt Rache forderten? Angelehnt an den Roman «Kassandra» von Christa Wolf erschaffen drei Frauen auf der Bühne die Vision einer gleichberechtigten Gesellschaft und denken die mythologische Erzählung in der Gegenwart weiter. Dabei interessiert, welche Rolle Frauen heute als treibende Kraft von Wandel und Veränderung in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft spielen.

Der Sonnengott Apollon hatte Kassandra, einer Frau aus der griechischen Mythologie, wegen ihrer Schönheit die Fähigkeit des Sehens geschenkt. Als sie jedoch Apollons Verführungsversuche und seine Forderung nach einer Geste des Dankes ablehnte, legte Apollon einen Fluch über sie: Nie mehr solle ein Mensch ihr Gehör und ihren Aussagen Glauben schenken.

Die Grenzgänge Theaterproduktionen Luzern befassen sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Texten und Neuinterpretation von zeitgenössischen Autoren und setzen diese in eine zeitgemässe, verständliche Form.

Ende: ca. 21.00 Uhr

Produktion: Grenzgänge Luzern
Spiel: Vera Bommer, Nina Langensand, Kathrin Veith
Inszenierung: Bettina Glaus
Stücktext: Anaïs Clerc
Bühne: Barbara Pfyffer
Kostüme: Nina Steinemann
Tonspur, Musik: Giancarlo Della Chiesa
Preise:
Einheitspreis
CHF 36
Freier Verkauf (ab 17.8.) + Abos:
Abo GAT
Wahlabo



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