Stiller

Nach dem Roman von Max Frisch

Schauspiel

Er sitzt im Gefängnis in Zürich. Bei seiner Einreise wurde er festgenommen. Sein amerikanischer Pass lautet auf den Namen James Larkin White. Doch die Behörden identifizieren ihn als den Bildhauer Anatol Ludwig Stiller, der polizeilich gesucht wird. Auch Bekannte meinen den Gefangenen als ihren Freund Stiller zu erkennen. Doch der reagiert auf sie wie ein Fremder und behauptet: «Ich bin nicht Stiller.» Mehr noch: White kenne Stiller noch nicht einmal. Er sei auch kein Bildhauer, sondern Weltenbummler. Doch niemand glaubt ihm.
Stiller moniert: «Man glaubt mir überhaupt nichts, und am Ende muss ich wohl noch schwören, dass die Finger, womit ich schwöre, meine Finger sind.» Einzig der Gefängniswärter Knobel schenkt Whites Schilderungen Glauben, er ergötzt sich geradezu an den abenteuerlichen Geschichten, die White ihm erzählt. Dann kommt Stillers Ehefrau Julika aus Paris angereist. Auch sie meint White als ihren Mann Stiller zu erkennen. White hingegen kennt sie nicht, fühlt sich aber von ihr angezogen …

Mit dem Roman «Stiller» gelang Max Frisch 1954 sein literarischer Durchbruch. Raffiniert erzählt er die Geschichte eines Mannes, der seine Identität verleugnet, um Abstand von seinem missglückten Leben zu finden, aber schliesslich an der Undurchführbarkeit seines Vorhabens scheitert.

Einführung: 19.00 Uhr
Ende: ca. 22.50 Uhr, mit Pause

Inszenierung: Deborah Epstein
Bühne, Kostüme, Video, Musik: Florian Barth
Lichtgestaltung: Michael Nobs
Dramaturgie: Svea Haugwitz
Regieassistenz, Inspizienz: Nora Bichsel
Regiehospitanz: Malaika Bussinger
Mit: Günter Baumann, Anna Magdalena Fitzi , Diego Valsecchi, Antonia Scharl, Stefano Wenk


Preise:
Galerie
CHF 54
Parterre 1. Platz
CHF 44
Parterre 2. Platz
CHF 36
Parterre 3. Platz
CHF 30

Freier Verkauf + Abos:

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Abo GAT
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