Frisch's Tell - wie es wirklich war.

Eine szenisch-musikalische Lesung

Kleinkunst

Ein Vorleser auf Tournee liest Max Frisch`s „Wilhelm Tell für die Schule“. Er hat als Begleiter einen Kenner der Geschichte und der Gegend, in der Gestalt eines Urners mit dabei. Dieser streut Bemerkungen, Kommentare und Ergänzungen zum Geschehen in seinem Urner Dialekt dazwischen und schafft so eine Verbindung zu aktuellen Themen. Beide Figuren werden von einer Person gespielt. Dazu kreiert der Musiker mit ausgefallenen Instrumenten, Klangobjekten und Gegenständen eine Live-Tonspur.

Der Text von Max Frisch ist eine grossartige Satire. In der Kombination mit den Wortmeldungen des Stammtischlers im träfen Urner Dialekt präsentiert sich eine kluge, witzige und überraschende Sicht auf den Tell-Mythos.

Frisch hat den Text 1970 geschrieben und damals mit seiner Mythos-Interpretation einen veritablen Skandal ausgelöst und das gängige Bild der Schweizer Gründungsgeschichte „gehörig“ in Frage gestellt.
Heute, 50 Jahre später, stehen wir wieder vor wichtigen Fragen zu unserer Identität und Befindlichkeit. Und dies nicht nur in der Schweiz. „National-Gefühle“ und „Mythen“ zur Identitätsstiftung sind wieder in vielen Gesellschaften sehr aktuell und werden intensiv diskutiert. Dazu bietet "FRISCH`S TELL – wie es wirklich war" einen Gedankenanstoss.

Ende: ca. 21.45 Uhr


Konzept: Walter Sigi Arnold
Musik: Beat Föllmi
Oeil extérieur: Peter Fischli
Grafik: Thomas Küng

Eine Co-Produktion von Walter Sigi Arnold mit dem Theater im Burgbachkeller in Zug, in Kooperation mit dem Kleintheater Luzern

Preise:
Einheitspreis
CHF 42.-

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