Der Steppenwolf

Nach dem Roman von Hermann Hesse

Harry Haller ist innerlich zerrissen: Er bewundert die Heroen der bürgerlichen Kultur und schätzt die saubere Gemütlichkeit, hat aber für die Pflichten und Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft nur Verachtung übrig. Da sind die Thesen des „Tractats vom Steppenwolf“ Wasser auf seine Mühlen – sie fordern auf zu einem unbedingten und extremen Leben. Weiterhin geplagt von Selbstzweifeln, flieht er in die nächtliche Großstadt, wo er von Hermine aufgelesen wird. Die androgyne Verführerin eröffnet ihm eine dionysische Erfahrungswelt. Im magischen Theater vergisst er vorübergehend seine Persönlichkeit und seine Seele zerfällt in eine surreale Bilderwelt.

Hermann Hesse hatte in seinem Leben immer wieder Krisen zu bewältigen. So suchte er nach alternativen Lebensformen, erkundete sein Seelenleben und unternahm eine religiös inspirierte Reise nach Indien.

Der Steppenwolf ist der literarische Ausdruck einer tiefen seelischen Krise Hesses, während dessen Niederschrift er therapeutische Sitzungen besuchte. Gleichermassen aber auch als Gesellschaftskritik zu verstehen, hatte der Roman einen wesentlichen Anteil am Welterfolg Hesses und an der Verleihung des Nobelpreises für Literatur. Das Werk löste die internationale Hesse-Renaissance in den 1960er Jahren aus.

19.00 Uhr Einführung mit Dr. Thomas Multerer

Ende: ca. 22.15 Uhr

Produzent: Badische Landesbüne Bruchsal
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Franziska Smolarek
Musik: Paolo Greco
mit: Markus Hennes, Sina Weiss, Tobias Karn



Preise:
Galerie
CHF 46.-
Parterre 1. Platz
CHF 36.-
Parterre 2. Platz
CHF 30.-
Parterre 3. Platz
CHF 26.-

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